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 Franck Moëglen

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 Nach den umfassenden Soloschauen im Museum Ludwig, Saarlouis und in der Europ' Art Gallery, Philadelphia präsentiert nun die Galerie Sievi aktuelle Arbeiten des bei Chicago und in Berlin lebenden Künstlers (*1969, Paris). In seiner Arbeit berühren sich Wissenschaft, hier verstanden als systematische Form des Erkenntnisprozesses, wie auch als Suchbewegung im Möglichkeitsraum und Kunstraum.

 Moëglen nimmt Bezug auf aktuelle Erkenntnisse der Neurologie, den Aufbau der DNA, die Wirkungsweise der Moleküle, aber auch auf die Prozesse der Psychoanalyse. Ausgangspunkte der hier vorgestellten Bildreihe Bipolar Disorder sind neuronale Funktionsstörungen des synaptischen Informationsflusses, die Moëglen in Malerei transformiert.

 Moëglens Bildwerke sind durchaus lesbar als Antwort auf die Forderung nach zeitgenössischer abstrakter Malerei. Der Künstler lässt die Konventionen des Genres hinter sich und vermeidet dessen Fallen - seien dies nun die Gesten der 50er Jahre oder auch die allzu beliebig dekorative Ornamentik. Anhand von genuin kunstfernen, 'objektiven' Ausgangspunkten wissenschaftlich, biologischer oder auch historisch soziologischer Natur entwickelt er eine eigene Bildsprache.

 Die Chicago Serie bearbeitet das Thema Erinnerung, indem die vorgefundene Struktur - alte Stadtpläne von Chicago - überlagert und beantwortet wird. Bei allen Fragen, die der Künstler aufwirft, wie nach Bezeichnendem und Bezeichnetem oder auch der Subjektivität der Bildsprache - vermag die stille Anmutung der Bildobjekte unmittelbar zu berühren.

 

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